SOS-Kinderdörfer in Ruanda


Laut vielen Kennzahlen in Bezug auf die Humanentwicklung hat sich die Situation im Land in den letzten Jahren gebessert, das trifft auch für die Kindersterblichkeit zu. Dennoch gibt es nach wie vor eine Menge großer Probleme zu bewältigen. SOS-Kinderdorf bewahrt viele Familien vor dem Auseinanderbrechen, damit die Kinder und jungen Erwachsenen in einer sicheren, familiären Umgebung aufwachsen können.

Eine SOS-Familie vor ihrem Zuhause (Foto: T. Müllenmeister).

Die Republik Ruanda liegt in Ostafrika und ist Heimat für Rund 11,3 Millionen Menschen. Die Hauptstadt Kigali ist die größte Stadt – mit derzeit über einer Million Einwohnern – wächst aber sehr rasch, weil viele Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben dorthin ziehen.

Die ethnischen Spannungen zwischen der Mehrheit der Hutu und der kleinen, vorherrschenden Minderheit der Tutsi haben die Geschichte des Landes geprägt. Diese ethnischen Spannungen erreichten schließlich im Jahr 1994 ihren Höhepunkt. Dieses Massaker ist der wohl schlimmste Völkermord der Welt in neuerer Zeit. In vielerlei Hinsicht kämpft das Land immer noch um seinen Aufbau. Die Regierung hat einige Maßnahmen ergriffen, um die Armut zu verringern, das Ausmaß von wirtschaftlichen Aktivitäten zu erweitern und die Infrastruktur des Landes zu entwickeln.

Die Armut ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, aber immer noch leben mehr als 39 Prozent der Menschen in Armut. Tausende von Menschen haben keinen Zugang zu angemessenen Wohnmöglichkeiten, sauberem Trinkwasser und geeigneten sanitären Einrichtungen. Insbesondere in den ländlichen Gebieten ist die Armutsrate sehr hoch. Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft, für viele Familien ist es aber schwierig, ihren Lebensunterhalt davon zu bestreiten.
 

Viele Familien sind von HIV/AIDS und Unterernährung betroffen

Kinder brauchen Schutz

Kinder können wieder Spaß in einer sicheren Umgebung haben (Foto: T. Müllenmeister).

Geschätzte 590.000 Kinder wachsen ohne ihre Eltern auf und viele sind vom Verlust der elterlichen Fürsorge bedroht.

Die Kindersterblichkeitsrate in Ruanda für Kinder unter 5 Jahren liegt immer noch bei einer hohen Rate von 50 bei 1.000 Lebendgeburten. Rund 27.000 Kinder leben mit HIV/AIDS.

Die meisten Kinder besuchen die Grundschule, aber nur wenige beenden sie. Rund 29 Prozent der ruandischen Kinder müssen arbeiten, um zum Familieneinkommen beizutragen.

SOS-Kinderdorf in Ruanda

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